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Atemregler-Unterdrucktest als Standard vor jedem Tauchgang


Atemregler-Unterdrucktest als Standard vor jedem Tauchgang

Beim CCR- Tauchen ist es schon seit Jahren Standard und sollte auch Bestandteil eines jeden technischen und Sporttauchgangs- Equipmentchecks sein, der im Vorfeld zwingend durchgeführt wird. Was ist damit gemeint?

Im Allgemeinen wird das Equipment einem Überdrucktest unterzogen. Bei diesem wird das Tariersystem (egal, ob normales Sporttaucherjacket oder Wingjacket) vollständig aufgeblasen und dann die Flaschenventile zugedreht. Verliert das BCD (Tarierjacket/Blase) und/oder die Regler Druck, ist dies sehr deutlich zu sehen. Beim Tariersystem wird die Blase weich und fällt in sich zusammen. Bei den Reglern sinkt der Druck auf dem Finimeter deutlich.

Was aber ist nun der Unterdrucktest und wozu benötige ich diesen?!

Hat Dein System den Überdrucktest bestanden (für mind. 3 Minuten) wird durch die Atemregler (bei getrennten ersten Stufen, selbstverständlich beide) solange
geatmet, bis man keine Luft mehr bekommt. Bei einer normalen Sportkonfiguration sollten das im Normalfall
1-3 Atemzüge- abhängig von der Konfiguration- sein. Sollte danach weiterhin Luft "gezogen" werden können, ist irgendwo etwas nicht in
Ordnung. Da der Drucktest erfolgreich war, kann es nichts mit der Drucktechnik des Reglers zu tun haben. Das Problem muss am Ausatemventil liegen.
Wie Ihr im Bild oben sehen könnt, hat sich in unserem Fall ein kleines Stück Holz zwischen das Gehäuse der zweiten Stufe und der Ausatemmembran/dem Ausatemventil geschoben und führt dazu, dass wir darüber "atmen" können. In unserem Fall muss dies beim Ablegen der Atemregler ins Gras nach dem letzten Tauchgang passiert sein. Weitere Fehlerquellen können kleine Steinchen sein, die sich durch das Ablegen der Atemregler im Kies unter die Membran schieben. Auch
kleine Muscheln können so aufgenommen werden. Ebenso kann die Ausatemmembran einfach alt und porös geworden sein. Die Liste von Fehlerquellen können wir so munter fortsetzen. Ein undichtes Ausatemventil führt unter Wasser dazu, dass wir, in Abhängigkeit der Größe des Lecks, mit jedem Atemzug mehr oder weniger Wasser "ziehen".
Ein Luft-Wassergemisch (Aerosol) führt nicht zwingend zum Ertrinken, beeinträchtigt aber die Aufnahmefähigkeit von Sauerstoff durch die Lunge und führt unweigerlich früher oder später zu Reizhusten. Ist die Undichtigkeit größer, kann es auch dazu führen, dass wir sehr viel Wasser schlucken, was zu ernsthaften Problemen führt.

Unsere Empfehlung: Führt diesen Test als Teil Eures Equipmentchecks vor jedem Tauchgang durch. Er dauert keine 20 Sekunden und kann Leben retten.

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